AN DER GRONDSCHOULIch liebe und lebe meinen Beruf.In meinem Fall, ganz einfach durch die Erfahrungen mit den Kindern! Meine Motivation zu diesem Beruf war ganz einfach die Arbeit mit Kindern im Grundschulalter. Nachdem ich mein Studium als Erzieher abgeschlossen hatte, stellte sich mir die alles entscheidende Frage: „Was nun? Arbeite ich gleich als Erzieher oder studiere ich weiter?“ Mit dieser Frage beschäftigte ich mich einige Zeit lang. In all meinen Praktikums als Erzieher bemerkte ich immer wieder, dass Kinder viele Fragen haben, hauptsächlich Lebensfragen. Da kam mir die Idee: Warum nicht eigentlich einen Beruf ergreifen indem ich auf die Lebensfragen der Kinder und auf ihr Leben eingehen kann? Doch welcher Beruf könnte mir dies ermöglichen?Eines Tages unterhielt ich mich mit meiner Nachbarin über genau diese Frage nach derBerufswahl. Sie antwortete mir ganz spontan: „Ist doch ganz einfach, werde Religionslehrer! Duarbeitest gerne mit Kindern, möchtest ihnen etwas mit auf ihren Lebensweg geben, dann wäredieser Beruf genau das richtige für dich.“ Ich hatte mit jeder Antwort gerechnet, nur nicht mitdieser. Ich und Religionslehrer? Das klang in meinen Ohren anfangs noch sehr fremd. Glauben tueich schon, aber Religionslehrer werden? Naja. Je mehr ich mich mit diesem anfangs weitentfernten Gedanken beschäftigte, desto realer wurde er. Warum nicht, dachte ich mir einesTages. Ich versuche es einfach. Verlieren kann ich ja nichts, nur an Erfahrungen hinzugewinnen,sogar wenn es nichts für mich sein sollte. So begann ich mein Studium zum Religionslehrer.War es die richtige Entscheidung? Mag ich meinen Beruf?Ich würde sagen, ich liebe und lebe ihn. Trotz meiner Anfangs zaghaften Entscheidung bin ich heute sehr glücklich, diesen Weg in meinem Leben eingeschlagen zu haben. Jeder neue Tag mit den Kindern in der Schule verdeutlicht mir, dass dieser Beruf zu meinem Traumberuf geworden ist. Yves