Eine gute Schule kann nur in Zusammenarbeit mit den Eltern gelingen. Im Religionsunterricht steht deshalb die gemeinsame Frage im Vordergrund: Wie können wir Erziehung und Bildung im Interesse ihres Kindes gestalten? Kinder haben die Fähigkeit zu staunen und wollen mit ihren Fragen ernst genommen werden. Sie bringen im Religionsunterricht ihre Vorstellungen von Gott und der Welt” mit. Die Kinder werden angeregt, sich mit ihren eigenen Fragen und denen ihrer Mitschüler auseinanderzusetzen. Im Austausch miteinander lernen sie, wie Zusammenleben gelingen kann. Solches ”Lernen vom Leben fürs Leben”, das die religiöse Dimension des Lebens ausdrücken mit einbezieht, geschieht in drei Schritten: FRAGEN ...Kann jeder mit Aug’ und Herz sehen?Warum können Menschen sich manchmal nicht verstehen?Warum kann man Gott nicht sehen?Warum müssen Kinder in Armut leben?Kinder haben tausend FRAGEN. Aber sie möchten dabei nicht stehen bleiben, deshalb wird im Religionsunterricht mit ihnen gemeinsam nach Antworten und Orientierungen gesucht.SUCHEN ...Wie finde ich Antworten auf diese Fragen?Was und wer hilft mir beim SUCHEN nach dem tiefen Sinn des Lebens?Seit es Menschen gibt, suchen sie nach Antworten auf ihre Fragen. Dabei können auch die Religionen einen wichtigen Beitrag leisten.Das Kennenlernen des Christentums gibt den Kindern eine Orientierung dei dieser Suche. Dabei erkunden sie welche Werte für das Zusammenleben wichtig sind. Im Vergleich mit anderen (Welt-)Religionen lernt der Schüler, die Grundüberzeugungen anderer zu respektieren.Die religiöse Alphabetisierung geschieht durch eine kindergerechte Einführung in Symbolik, religiöse Sprache, Rituale und religiöse Weltdeutung. Die Auseinandersetzung mit Wertorientierungen ist für das Zusammenleben der Menschen unentbehrlich.ENTDECKEN ...Sich mit der goldenen Regel von Jesus auseinandersetzen: “ Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu“ Den anderen mit den Augen und dem Herzen sehen.Vertraut werden mit den Überlieferungen und Lebensformen des Glaubens. Solidarisch sein ist möglich.Diese und andere “Entwicklungen” ermöglichen den Kindern eine Orientierung in ihrer Entwicklung.Die Welt der Bilder, der Literatur, der Architektur, unsere Alltagskultur (Sieben-Tage-Woche, Feste...), sowie viele Gebräuche haben tiefe Wurzeln in der jüdischen-christlichen Tradition. Die Einführung der Kinder in die Kultur unserer Gesellschaft ist deshalb ein wesentlicher Bestandteil des Religionsunterricht.Der Religionsunterricht