AN DER GRONDSCHOUL  Thema:   Brot des Lebens   - Die Josefserzählung                  Fachwissen und Kirchenjahr Z3/1                 Wir und die großen Fragen des Lebens nach dem                   Woher und Wohin und die  Antworten der                                 Weltreligionen  Christentum, Judentum,Islam -                 Fachwissen und  Kirchenjahr Z3/2    Didaktische Begründung  Z3/1 Welches „Brot“ gibt mir täglich Kraft zum Leben? Die Symbolkraft des Grundnahrungsmittels verbindet sich mit der Mahlgemeinschaft in der jüdisch-christlichen Tradition. Dabei spiegeln sich in den Formen der christlichen Feiern (Feier der Eucharistie, Feier des Sonntags, Kommunionfeier, ...) die biblischen Erzählungen vom letzten Abendmahl, Emmausjünger, … Unsere Kultur ist auch von biblischen Erzähltraditionen geprägt und dem Feiern von religiösen Festen, die in das Leben unserer Kinder hineinwirken. Die christlichen Initiationsfeiern von Taufe und Kommunion haben neben dem Wochengefüge, mit dem Sonntag als „Feiertag“, einen religiösen Charakter und einen gesellschaftlichen Stellenwert. Die Oktave hat einen wichtigen geschichtlichen Hintergrund, der stark mit der Tradition Luxemburgs verwoben ist und zu unserem kulturellen Allgemeingut gehört. Es macht Sinn dies in Beziehung zu der Pilgerfahrt nach Fatima zu setzen, die von der größten einheimischen Gruppe der Migranten aus Portugal hierzulande gefeiert wird. Die novellenartige Josefsgeschichte gehört zur Erzähltradition der Juden, Christen und Muslime. Beim aufbauenden Lernen öffnet sich der Blick ber christliche Ausdrucksformen hinaus auf andere Weltreligionen. Die gottesdienstlichen Feiern und heiligen Orte, der dem Christentum am nächsten stehenden Weltreligion des Judentums, machen deutlich, dass diese mehr als eine „Fremdreligion“ ist. Es wird aber auch deutlich, dass es neben den baulichen Unterschieden (siehe Lernbereich IV) auch grundsätzliche Unterschiede zwischen dem Synagogengottesdienst und der christlichen Feier der Eucharistie gibt. So entsteht stufenweise vernetztes interreligiöses Lernen. Z 3/2 Die Philosophie ist nicht das Privileg der Erwachsenen, auch Kinder zeigen Interesse an philosophischen Fragen. Dies zeigt sich u.a. im Staunen-Können über die Vielfalt der Welt. Beim Thematisieren und Befragen von Alltagserfahrungen entstehen Anregungen zum Philosophieren. Das Miteinander-ins- Gesprächkommen fördert das selbstbestimmte Denken der Kinder und regt sie zum Weiterfragen an. Dabei werden schwierige Fragen nicht ausgeklammert (z.B. die Frage nach dem Tod), sondern die Schüler werden ermutigt, über Lebensfragen nachzudenken und eigene Antworten zu suchen. (Philosophieren von und mit Kindern) Die Suche nach dem Sinn des Lebens und nach dem Woher und Wohin von Mensch und Welt, führen nicht selten zu Fragen nach Gott, Glauben und Nicht-Glauben. So verbindet sich mit dem Philosophieren ein Theologisieren. In erster Linie geht es nicht um die Vermittlung bestimmter Glaubensvorstellungen oder –Inhalte, sondern um Anregungen, eigene Deutungen zu finden und auszudrücken. (Theologisieren von Kindern) Der Lehrer bewegt sich gemeinsam mit den Kindern im theologischen Denkprozess. Als Wegbegleiter bietet er Impulse an, bringt zustzliche Fragen ins Spiel und stellt Medien und Methoden zur Verfügung. (Theologisieren mit Kindern) Hilfreich für die Entfaltung des eigenen Gottesbildes ist die Auseinandersetzung mit Gottesbildern und - vorstellungen im Christentum, wie auch im Judentum und im Islam. (Theologie für Kinder)   Folgende Kompetenzen fördern die Entwicklungsaufgabe: Brot des Lebens Die Bedeutung des Brotes als Grundnahrungsmittel und als Symbol für das Lebensnotwendige bedenken Die Bedeutung des Bildwortes Jesu erkennen, deuten und in eigenen Sprachbeispielen diese Bedeutung zum Ausdruck bringen Eine neutestamentliche Speisungsgeschichte kennen und mit anderen Erzähltraditionen vergleichen Den Abendmahlsbericht in Beziehung zu dem Sprachbild setzen „Ich bin das Brot des Lebens“ In der Emmausgeschichte erkennen, dass die Begegnung mit dem Auferstandenen in Wort und Brot Leben verndern kann und dies kreativ gestalten Den Abendmahlsbericht und die Emmausgeschichte mit der Eucharistie- und Kommunionfeier als Gemeinschaftsfeier mit Jesus in Verbindung bringen Das Brot als zentrales Symbol der Mahlgemeinschaft im christlichen Glauben verstehen Den Aufbau der Messe in Wortgottesdienst und Eucharistiefeier kennen Den Taufritus und die Bedeutung der Taufe für das christliche Leben kennen Die Taufkerze als Erinnerung an die Taufe und Bindeglied zur Erstkommunionfeier verstehen Die Grundzüge der Josefsgeschichte kennen Am Beispiel des Josef erkennen, dass Gott den Menschen in der Not nahe ist und das Leid zum Guten wendet Fachwissen Den Sabbat kennen und in Verbindung mit dem Sonntag bringen Den Sabbat als Tag kennen, der Gottesliebe und Nächstenliebe miteinander verbindet Synagoge und Synagogengottesdienst kennen und mit Kirche und Messfeier vergleichen Das Kirchenjahr Feste kennen und verbinden mit ihren Ursprungsgeschichten, Symbolen, Bildern, Bräuchen, Liedern, Tänzen...          ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Wir und die groen Fragen des Lebens nach dem Woher und Wohin und die Antworten der Weltreligionen Christentum, Judentum, Islam Eigene Lebensfragen formulieren Den Sinn des Lebens reflektieren Eigene religise Erfahrungen verbalisieren Eigene Gottesbilder und -vorstellungen thematisieren und darstellen Sich mit den Gottesvorstellungen anderer auseinandersetzen Die Frage „Gibt es Gott wirklich?“ reflektieren und verstehen,dass es auch Menschen gibt, die nicht an Gott glauben Erkennen, dass nur bildhaft von Gott gesprochen werden kann und dass Gott immer grer ist als menschliche Vorstellungen Verschiedene Gottesbilder aus dem Ersten Testament kennen und interpretieren Die bersetzung des Gottesnamens Jahwe (Ich-bin-der-Ich-binda) und des Namens Jesu (Jahwe rettet) kennen und bei der Deutung biblischer Texte verwenden Verstehen, dass die 99 Gottesnamen im Islam aufgrund von Gottesvorstellungen entstanden sind Das Bilderverbot im Judentum und Islam analysieren Begreifen, dass Gottes Wirken im mitmenschlichen Handeln sichtbar wird Fachwissen Erkennen, was ein Prophet ist Am Beispiel „Jona“ Züge eines Propheten benennen und die in der Jonaerzählung vermittelten Gottesbilder deuten Kirchenjahr Feste kennen und mit ihren Ursprungsgeschichten, Symbolen, Bildern, Bruchen, Liedern, Tänzen verbinden... Erkennen, dass die Kindheitsgeschichten unterschiedliche Bilder verwenden, die eine gemeinsame Kernbotschaft ausdrcken In den unterschiedlichen Bewhrungssituationen die Verhaltensweisen der einzelnen biblischen Personen ergründen und vergleichen Die biblische nach-österliche Erzählung (Mk:4,35-41) kennen und auf Erfahrungen der Angst und der Überwindung in einer Bewährungssituation deuten Das Leben von Don Bosco im Licht der Pfingsterzählung deuten Inhalte und Methoden, die zu den  Kompetenzen hinführen: Brot des Lebens Gemeinsam Brot essen verbindet Menschen Unser tägliches Brot gib uns heute… Brot zum Leben Religiöse Sprache / Metapher: Ich bin das Brot des Lebens  Ich bin Brot für dich, wenn … Brot zum Teilen: Die Speisung der Fünftausend (Mk.6,30-44) Brot des Glaubens: Das letzte Abendmahl (Mk:14,22-25) Gemeinschafts-Brot: Die Emmausjünger (Lk:24,13-35) Feier der Messe Die Taufe Die Söhne Jakobs - Josef und seine Brüder Fachwissen Der Sabbat – Sonntag Ein Beispiel: Die Heilung der verdorrten Hand Synagoge Synagogengottesdienst und Messfeier ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------     Wir und die groen Fragen des Lebens nach dem Woher und Wohin und dieAntworten der Weltreligionen Christentum, Judentum, Islam Die Gewitternachtkartei Die Blinden und der Elefant, Der König und der Hirte, Fisch ist Fisch Bildworte aus den Psalmen, Mose vor dem brennenden Dornbusch (Ex3,1-8.10-15), Jakobs Traum (Gen 28,11-19), Elija begegnet Gott auf dem Berg Horeb (1 Kn 19,1- 13) Jesu Name ist sein Programm, s. Jesuserzählungen  Die 99 schönsten Namen Gottes, die Gebetskette der Muslimen (Misbaha) Ex 20,4 Du sollst dir kein Gottesbild machen........ Geschichten, wie: Beppo schreibt Gott einen Brief, Ein Apfel für den lieben Gott, Der liebe Gott wohnt bei uns im Apfelbaum, Schuster Martin, Die Brücke, Das Zwiebelchen Fachwissen Propheten Jona Kirchenjahr Allerseelen: Mit Leid und Tod leben lernen Abschied von Rune Weihnachten: Kindheitsgeschichten von Lukas und Matthäus Von Gründonnerstag bis Ostern: Jesus - Petrus - Judas in der Bewährung Fuwaschung (Joh 13,1-15), Judas verrät Jesus (Mk:14,10-11,18-21), im Stich gelassen (Mk:14,32-42), Petrus verleugnet Jesus (Mk:14,66-72), das Wort des Auferstandenen an Petrus (Joh: 21,15-23), Sturm auf dem Meer (Mk:4,35-41) Pfingsten: Gottes Geist verändert Menschen, Zeugen für Christus (Don Bosco) (Quelle: Chris die Kerze und die Geschichte  von Brot und Wein /Patmos)